Jetzt buchen
Blog · 7 Minuten

Was Eltern vor dem Bubblemaker wissen sollten

Der Bubblemaker ist der einfachste Einstieg ins Tauchen, den es gibt. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die ihr vorher wissen solltet — damit der Nachmittag entspannt bleibt.

Der Bubblemaker ist der einfachste Einstieg ins Tauchen, den es gibt: ein Tagesausflug mit dem Boot, erst schnorcheln, dann 30 Minuten Tauchen eins zu eins mit dem eigenen Tauchlehrer — maximal zwei Meter tief, ganz ohne Prüfung. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die ihr vorher klären solltet, damit der grosse Tag ganz entspannt wird.

Was der Bubblemaker ist — und was nicht

Der Bubblemaker ist ein Erlebnisprogramm, kein Zertifizierungskurs. Euer Kind bekommt am Ende eine PADI Bubblemaker-Urkunde, aber kein Brevet. Es darf danach nicht selbstständig tauchen.

Was es dafür bekommt: den ersten Atemzug unter Wasser, das Gefühl von Schwerelosigkeit, und in aller Regel einen sehr guten Tag auf dem Boot. Ein echtes, weltweit gültiges Brevet gibt es ab 10 Jahren mit dem Junior Open Water Diver.

Alter: 8 Jahre, ohne Ausnahme

Das Mindestalter von acht Jahren ist ein PADI Standard, keine Hausregel. Wir machen davon keine Ausnahme — auch nicht bei einem besonders grossen oder besonders wasserfesten Siebenjährigen.

Für jüngere Geschwister ist Schnorcheln am flachen Riff die Alternative. Ehrlich gesagt sind viele Sechs- und Siebenjährige beim Schnorcheln sogar begeisterter als beim Tauchen — man sieht mehr, man ist frei, und niemand hat etwas im Mund.

Schwimmkenntnisse: weniger als ihr denkt

Für den Bubblemaker muss euer Kind kein sicherer Schwimmer sein. Getaucht wird an einer flachen, geschützten Stelle — und weil der Tauchgang eins zu eins läuft, ist der Tauchlehrer die ganzen 30 Minuten auf Armlänge dabei.

Was es braucht: Euer Kind sollte sich im Wasser wohlfühlen und keine Panik bekommen, wenn ihm Wasser ins Gesicht spritzt. Wer beim Baden freiwillig untertaucht, ist bereit.

Anders beim Junior Open Water Diver: Dort sind 200 Meter Schwimmen und zehn Minuten Wassertreten Pflicht — allerdings ohne Zeitlimit.

Faustregel: Wenn euer Kind sich traut, mit dem Kopf unter Wasser die Augen zu öffnen, ist es bereit für den Bubblemaker.

Ärztliches Attest: nur manchmal

Vor dem Kurs füllt ihr einen medizinischen Fragebogen aus. Bei den meisten Familien wird jede Frage mit Nein beantwortet, und damit ist das Thema erledigt.

Wird eine Frage mit Ja beantwortet, braucht es eine tauchsportärztliche Freigabe. Am häufigsten betrifft das:

  • Asthma — auch, wenn es lange keinen Anfall gab
  • wiederkehrende Mittelohrentzündungen
  • Paukenröhrchen (solange sie liegen: klares Ausschlusskriterium)
  • Epilepsie oder Krampfanfälle in der Vorgeschichte
  • bestimmte Dauermedikamente

Unser dringender Rat: Klärt das vor der Reise. Eine Freigabe zu Hause beim Kinderarzt oder Tauchmediziner zu bekommen, ist deutlich entspannter, als sie am Kurstag in Hurghada zu organisieren. Schreibt uns vorher, was bei euch zutrifft — wir sagen euch dann konkret, was ihr braucht.

Der Ablauf: ein ganzer Bootstag 🌊

So sieht ein Bubblemaker-Tag aus:

  • 🌅 Abholung zwischen 7:30 und 8:30 Uhr — wir holen euch am Hotel ab und bringen euch zum Boot.
  • 🤿 Briefing an Bord — euer Kind lernt die geheimen Handzeichen der Taucher und für jedes Meerestier ein eigenes Zeichen, um „Hallo“ zu sagen. Dazu: Was hilft, wenn die Ohren drücken? Alles spielerisch, nichts zum Auswendiglernen.
  • 🐟 Stopp 1: Schnorcheln — die bunte Unterwasserwelt erst einmal von oben entdecken.
  • 🫧 Stopp 2: Tauchen — 30 Minuten, ein Tauchlehrer für ein Kind, maximal zwei Meter tief. Pausen jederzeit.
  • 🍽️ Mittagessen und Softdrinks an Bord.
  • 🏆 Bubblemaker-Urkunde — zum stolzen Herzeigen zu Hause.

Ein Elternteil fährt kostenlos mit und erlebt den ganzen Tag hautnah. Ob ihr zuschaut, fotografiert oder beim Schnorchelstopp selbst ins Wasser geht, entscheidet ihr — Schnorcheln samt Schnorchelausrüstung ist inklusive. Wer ein Tauchbrevet hat, darf auch mittauchen, ebenfalls inklusive; nur wer dafür geliehene Tauchausrüstung braucht, zahlt 15 € Aufpreis pro Tag. Das Mittauchen muss aber schon bei der Buchung angegeben werden.

Kosten: 149 Euro, und was drin ist

Der Bubblemaker kostet 149 € pro Kind. Enthalten sind:

  • der Tagesausflug mit dem Boot für euer Kind und einen Elternteil
  • Briefing, Schnorchelstopp und 30 Minuten Tauchen eins zu eins mit einem PADI Instruktor
  • Mittagessen und Softdrinks an Bord
  • komplette Ausrüstung in Kindergrösse
  • PADI Bubblemaker-Urkunde
  • Hoteltransfer innerhalb Hurghadas, hin und zurück

Nicht enthalten ist der Transferzuschlag für Makadi Bay, Soma Bay, Sahl Hasheesh und El Gouna (20 € pro Tag und Wagen) sowie eine eventuell nötige ärztliche Freigabe.

Wenn ein Elternteil parallel einen eigenen Kurs macht, wird es günstiger: Der Bubblemaker zusammen mit dem Open Water Diver kostet als Familienpaket 499 € — rund 4 % günstiger, möglich gemacht von Funny Divers.

Zwei Geschwister? Meistens leichter

Zu zweit macht das Abenteuer doppelt Spass — und läuft erfahrungsgemäss entspannter. Wer zögert, schaut erst dem anderen zu — und ist dann oft doch der Erste im Wasser. Getaucht wird trotzdem eins zu eins: Jedes Kind hat seine eigenen 30 Minuten mit dem Tauchlehrer. Das Doppelpaket kostet 289 € — rund 3 % günstiger.

Bei grösserem Altersabstand gibt es die Kombination Bubblemaker plus Junior Open Water Diver — jedes Kind bekommt den Kurs, der zu seinem Alter passt.

Was ihr mitbringen müsst

Badezeug, Handtuch, Sonnenschutz, Kopfbedeckung, Trinkflasche und den Reisepass für die Anmeldung. Sonst nichts — Ausrüstung stellen wir komplett.

Eigene Masken aus dem Hotelshop lasst bitte im Zimmer. Sie passen fast nie richtig, und eine undichte Maske ist der häufigste Grund für einen abgebrochenen Tauchgang.

Und wenn es nicht klappt?

Dann hören wir auf. Ohne Überredung, ohne Diskussion, und wir rechnen fair ab, was tatsächlich stattgefunden hat. Sagt uns vorher Bescheid, wenn ihr das für wahrscheinlich haltet — dann planen wir den Tag von vornherein anders. Der Rest des Bootsausflugs bleibt euch ohnehin: schnorcheln, Sonnendeck, Fische gucken.

Weiterlesen

Passt dazu

Noch Fragen offen?

Gerade bei gesundheitlichen Themen klären wir das lieber vorher als am Kurstag. Schreibt uns einfach.