Ehrliche Antworten
FAQ für Eltern
Die Fragen, die uns Eltern am häufigsten stellen — beantwortet so, wie wir sie auch am Telefon beantworten würden.
Vor der Buchung
Alter, Können, Gesundheit
Ab 8 Jahren für den Bubblemaker — als Tagesausflug mit dem Boot, im flachen Wasser und maximal zwei Meter tief. Ab 10 Jahren für den Junior Open Water Diver, das erste Brevet mit Tauchgängen im Meer. Ab 12 Jahren für den Junior Advanced. Diese Grenzen sind PADI Standards, keine Hausregeln — wir machen keine Ausnahmen, auch nicht bei einem besonders grossen 7-Jährigen.
Das hängt vom Kurs ab. Für den Bubblemaker genügt es, wenn sich euer Kind im Wasser wohlfühlt — getaucht wird an einer flachen, geschützten Stelle, und der Tauchlehrer ist die ganzen 30 Minuten eins zu eins nur für dieses eine Kind da. Für den Junior Open Water Diver ist echte Schwimmsicherheit Pflicht: 200 Meter Schwimmen ohne Hilfsmittel (oder 300 Meter mit Maske, Schnorchel und Flossen) und 10 Minuten Wassertreten. Beides ohne Zeitlimit — es geht nicht um Tempo, sondern darum, dass euer Kind sich im Wasser halten kann, wenn es müde ist.
Nicht grundsätzlich. Vor dem Kurs füllt ihr einen medizinischen Fragebogen aus. Wird eine Frage mit Ja beantwortet — häufig bei Asthma, wiederkehrenden Mittelohrentzündungen, Epilepsie oder bestimmten Medikamenten —, ist eine tauchsportärztliche Freigabe erforderlich. Die bekommt ihr entweder zu Hause vor der Reise oder vor Ort in Hurghada. Schreibt uns vorher, welche Punkte bei euch zutreffen, dann sagen wir euch konkret, was ihr braucht.
Ja. Unter Wasser sieht man durch die Luftschicht in der Maske ohnehin etwa ein Drittel grösser — leichte Fehlsichtigkeit gleicht sich dadurch teilweise aus. Sagt uns bei der Buchung die Werte, dann prüfen wir vorab, ob wir passende Gläser da haben. Kontaktlinsen gehen auch, sind aber bei Kindern unpraktisch.
Eine feste Zahnspange ist in der Regel unproblematisch. Eine lose Spange nimmt man vor dem Tauchgang heraus. Paukenröhrchen dagegen sind ein klares Ausschlusskriterium, solange sie liegen — bitte klärt das vor der Reise mit dem HNO-Arzt ab. Auch nach einer Mittelohrentzündung sollte das Trommelfell vollständig verheilt sein.
Sicherheit
Ist das wirklich sicher?
Tauchen ist eine Sportart mit eigenen Risiken — das verschweigen wir nicht. Aber in den Tiefen, in denen Kinder tauchen (2 Meter beim Bubblemaker, maximal 12 bis 18 Meter in den Brevetkursen), sind die klassischen Tauchrisiken praktisch ausgeschlossen. Was tatsächlich passieren kann, sind Ohrenprobleme beim Druckausgleich, ein Sonnenstich an Deck oder eine Schnittwunde am Fuss. Genau darauf sind wir vorbereitet — mehr dazu unter Zertifizierungen & Betreuung.
Beim Bubblemaker genau eines: Der Tauchgang läuft eins zu eins, ein Tauchlehrer für ein Kind. In den Brevetkursen tauchen wir in kleinen Gruppen, damit der Instruktor jedes Kind wirklich sieht.
Nein, nie. Kinder unter 15 Jahren tauchen ausschliesslich in Begleitung eines zertifizierten Erwachsenen oder eines PADI Professionals. Zwei Kinder als Buddy-Team ohne Erwachsenen gibt es bei uns nicht — auch nicht nach dem Brevet.
Dann tauchen wir wieder ein Stück auf und probieren den Druckausgleich erneut. Klappt er nicht, wird der Tauchgang beendet — ohne Diskussion. Ein Kind mit Ohrenschmerzen weiterzudrücken ist der schnellste Weg zu einem Trommelfellriss und zu einem Kind, das nie wieder tauchen will. Den Druckausgleich üben wir übrigens schon vor dem ersten Wasserkontakt an Land.
Ja, aber praktisch nie an den flachen Riffen, an denen Kinder tauchen. Die Frage kommt fast immer von den Eltern, nie von den Kindern — und die Kinder wären enttäuscht, wenn sie die ehrliche Antwort hörten: Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Kinder-Tauchgang einen Hai zu sehen, liegt nahe null.
Ablauf & Organisation
Wie läuft der Tag?
Bubblemaker: ein Tagesausflug mit dem Boot — Abholung zwischen 7:30 und 8:30 Uhr, Schnorchelstopp, 30 Minuten Tauchen eins zu eins und Mittagessen an Bord. Junior Open Water Diver: drei bis vier Tage. Junior Advanced: zwei Tage. Kurstage gehen in der Regel von 8 bis 16 Uhr. Mehr zur Planung steht in unserem Beitrag Tauchurlaub mit Kindern planen.
Ja. Innerhalb von Hurghada ist der Transfer im Kurspreis enthalten, hin und zurück. Für Makadi Bay, Soma Bay, Sahl Hasheesh und El Gouna kommt ein Zuschlag von 20 € pro Tag und Wagen dazu — nicht pro Person. Gebt bei der Buchung einfach Hotelname und Zimmernummer an.
Badezeug, Handtuch, Sonnenschutz, Kopfbedeckung und den Reisepass für die Anmeldung. Ausrüstung stellen wir komplett — in Kindergrössen. Die vollständige Liste, auch was ihr getrost zu Hause lassen könnt, steht unter Sicherheit & Ausrüstung.
Ihr könnt nicht nur — beim Bubblemaker ist ein Elternteil sogar immer mit an Bord, und zwar kostenlos. So erlebt ihr das ganze Abenteuer zusammen: Mittagessen an Deck, der Schnorchelstopp am Riff und der grosse Moment, wenn euer Kind mit seinem Tauchlehrer abtaucht. Ob ihr dabei im Wasser seid, fotografiert oder an Deck bleibt, entscheidet ihr — Schnorcheln ist inklusive, die Schnorchelausrüstung auch. Mit Tauchbrevet dürft ihr auch mittauchen, ebenfalls inklusive; braucht ihr dafür Tauchausrüstung von uns, kostet sie 15 € Aufpreis pro Tag. Das Mittauchen gebt ihr bitte gleich bei der Buchung an. Eine ehrliche Beobachtung aus vielen Kursen: Kinder, deren Eltern entspannt in der Nähe sind, sind oft ruhiger als solche, die von aussen angefeuert werden.
Die Theoriestunden finden praktisch immer statt. Bootsfahrten — und damit auch der Bubblemaker-Ausflug — können bei starkem Wind kurzfristig ausfallen; dann verschieben wir auf einen anderen Tag eures Aufenthalts. Deshalb raten wir dazu, den Kurs nicht auf die letzten beiden Urlaubstage zu legen.
Wenn es nicht läuft
Die unbequemen Fragen
Dann brechen wir ab, ohne Druck. Oft reicht eine Pause an Bord und der zweite Versuch klappt. Falls nicht, ist das in Ordnung — und wir rechnen fair ab, was tatsächlich stattgefunden hat. Ein überredetes Kind ist der zuverlässigste Weg, dass daraus nie ein Taucher wird.
Meistens ja — aber sagt es uns vorher. Dann planen wir den Tag anders: mehr Zeit im flachen Wasser, kein Zeitdruck, notfalls nur Schnorcheln. Ungefähr jedes fünfte Kind zögert am Anfang, und die allermeisten davon tauchen am Ende. Ausführlicher steht das in Wenn das Kind Angst hat.
Beim Bubblemaker gibt es nichts zu schaffen — es gibt keine Prüfung. Beim Junior Open Water Diver schon: eine schriftliche Prüfung und Fertigkeiten, die sitzen müssen. Wenn ein Kind in der Urlaubswoche nicht so weit kommt, bekommt es eine Bescheinigung über die absolvierten Teile und kann den Kurs später bei jeder PADI Basis der Welt abschliessen. Das kommt selten vor, ist aber keine Katastrophe.
Unsere Instruktoren machen während des Kurses Bilder und geben sie euch mit. Ihr dürft selbstverständlich auch selbst fotografieren. Wir veröffentlichen keine Bilder eures Kindes ohne eure ausdrückliche Zustimmung — deshalb sind auf dieser Website bisher auch keine echten Kursfotos zu sehen.
Dann habt ihr das schönste Problem der Welt. 🐠 Das PADI Brevet gilt weltweit und läuft nie ab — ihr könnt zu Hause im Verein weitermachen oder beim nächsten Urlaub direkt die nächste Stufe angehen. Mit 15 Jahren wird das Junior-Brevet automatisch zum vollwertigen Erwachsenen-Brevet, ohne Nachprüfung und ohne Zusatzkosten.
Eure Frage war nicht dabei?
Schreibt uns — wir antworten meist innerhalb weniger Stunden, und wir antworten ehrlich. Auch dann, wenn die Antwort gegen eine Buchung spricht.